Paje (Sansibar) 2017

Zum zehnten Jubiläum der Burschen-Familienfreizeit hatte Organisator Ede ein ganz besonderes Ziel ausgesucht: Afrika, genauer gesagt: Sansibar, genauer gesagt: die Ndame Beach Lodge in Paje. Ein wenig teurer als zuletzt, aber dafür bekam man auch sofort einen fast zwölfstündigen Flug von Frankfurt mit Zwischenstopp in Mombasa als Gegenleistung. Die einstündige Fahrt vom Flughafen zum Hotel machte schon den ersten Vorgeschmack auf Straßen, bei der das Ausweichen von Schlaglöchern – neben dem Hupen – die Hauptaufgabe des Fahrers zu sein schien. Wir mussten uns zudem schnell an den Linksverkehr gewöhnen.

Der folgende zweiwöchige Urlaub auf Sansibar war dann für die Burschen-Delegation im Alter von 12 bis 76 Jahren ein Eintauchen in eine fremde Welt, mit herrlichen Stränden vor türkisblauem Wasser, völliger Dunkelheit bereits um 20 Uhr und dem morgendlichen Aufwachen vom Rauschen der Brandung. Aber dies waren nicht die einzigen Neuheiten. Wir mussten uns wieder an Gezeiten gewöhnen und tranken alkoholische Getränke mit schönen Namen wie „Kilimanjaro“, „Safari“ oder „Savanna“. Die schönen Zimmer besaßen mehrere Ventilatoren und Moskitonetze über jedem Bett. In der Nähe war auch keine Touristenmeile mit Kneipen und Discos, so dass nur unsere Jungenfraktion hin und wieder für verschlafene Augen sorgte. Dies hatte auch zur Folge, dass der Zusammenhalt unserer Reisegruppe wesentlich stärker war als in den vergangenen „spanischen Jahren“. Es wurde jeden Abend gemeinsam im Hotelrestaurant (= am Strand mit Kerzenschein) gegessen und getrunken und hin und wieder die dortigen Highlights (Massai-Show, Live-Band, Lagerfeuer) genossen.

Auch bei den von dem Organisationsduo SiSi durchgeplanten Ausflügen fehlte kaum einer. Es begann mit einem Trip in den „Jozani Chwaka Bay National Park“, wo wir Tiere (rote Colobus-Affen, Riesenschildkröten u.a.) und Pflanzen (Mangrovenbäume im Salzwasser) kennenlernten. Der Rundgang durch das Dorf Paje verdeutlichte den riesigen Unterschied des Lebensstandards zwischen Deutschland und Sansibar besonders in Sachen Sauberkeit; der Besuch in der Schule hinterließ nicht nur bei unseren Lehrerinnen besonderen Eindruck (70-90 Schüler in Schuluniformen pro Klasse). Das Delfin-Schwimmen am frühen Morgen fand weit draußen auf dem Meer statt und sorgte bei manchen Jugendlichen für strahlende Augen und bei manchen Erwachsenen für Übelkeit.

Höhepunkt der Reise war dann das Spiel der Breiten Burschen Allstars gegen die einheimische Mannschaft FC Yifoza am zweiten Samstag der Reise. Der Tag begann allerdings mit einem Trip nach Stone Town, dem Altstadtbereich von Zanzibar-City. Hier besuchten wir das Museum über die Geschichte der Sklaverei, das Fort aus den Zeiten der Araber und ein typisch suahelisches Mittagessen. Das alles dauerte seine Zeit, so dass der Anstoßtermin von 15 Uhr nicht eingehalten werden konnte, zumal noch vierzig Minuten bis zum Fußballplatz gefahren werden mussten. Aber dies ist in Afrika kein allzu großes Problem: „Hakuna Matata“ („Alles wird gut“) und „polepole“ („Immer mit der Ruhe“) waren in den gesamten zwei Wochen die Maximen. Und so kamen wir zwar spät aber guter Dinge auf dem Platz an, der sich als eine unebene Mischung aus Rasen-, Aschen- und Sandplatz darstellte.

Die insgesamt vierzehn Burschen zwischen 13 und 51 Jahren stellten sich unter der Regie von Andi und Marco den eingespielten Gastgebern. Die eingesetzten Spieler waren Anton (17), Alex (15), Ben (17), Dirk (44), Ede (48), Jan (17), Jochen (50), Jonas (20), Kasimir (13), Marc (17), Marvin (17), Moritz (22), Stephan (51) & Tim (15).

Zur Halbzeit lagen wir trotz großartiger Unterstützung unsere mitgereisten Fans mit 0-2 zurück und in der zweiten Hälfte verschossen wir einen Elfmeter und zweimal stand uns der Pfosten im Weg (Ben, Jonas). So blieb es bei einem Endergebnis, das der Freude über die bleibende Erfahrung eines Freundschaftsspiels gegen eine afrikanische Mannschaft keinen Abbruch tat.

Im Anschluss wurde Torwart Stephan als unserem ältesten Spieler (und „Man of the Match“)  ein Gastgeschenk überreicht, während wir unsere mitgebrachten DFB-Trikots und teilweise noch Fußballschuhe, Stutzen und andere Kleidungsstücke verschenkten.

Vom Platz ging die Fahrt zum BBQ, zu dem wir von der christlichen Gemeinde eingeladen worden waren. Nach 21 Uhr kam die Burschen-Delegation müde aber glücklich wieder in Paje an. Es war sicher für alle ein unvergesslicher Tag – und auch ein unvergesslicher Urlaub, auch wenn Käti und Jonas die überbuchte Maschine und den kleinen Umweg über Äthiopien sicherlich nicht unbedingt benötigt hätten.

Dabei waren: Andreas; Annett; Anton; Pia; Sigrid; Silke; Susanne; Ulla; Alex mit Simone & Dirk; Jan mit Beate; Kasimir, Jonas & Moritz mit Käti; Lotta & Luzie mit Silke & Jochen; Marc mit Christina & Stefan; Marvin mit Nicole & Marco; Tim & Ben mit Andrea & Ede.

Termine für 2018!!
2. + 3. Fußballcamp
wieder mit der Fussballschule Grenzland
Osterferien 2018:
 03.04.-06.04.2018
Sommerferien 2018:
13.08.-17.08.2018

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